Die neue Führung der Feuerwehr Waidhofen absolviert erste Jahreshauptversammlung
Vorsitzender Stefan Leidl und Kommandant Markus Schmid führten zum ersten Mal nach den Neuwahlen durch die Jahreshauptversammlung der Waidhofenener Feuerwehr. Dabei präsentierten sie eine gut aufgestellte Truppe mit 112 Aktiven, eine starke Jugend sowie viele Einsatz- und Übungsstunden.
Im gut gefüllten Pfarrsaal blickte Stefan Leidl zum ersten Mal als Vorsitzender auf das Vereinsjahr zurück. Das abgelaufene Vereinsjahr begann mit der Sammlung von 190 ausgedienten Christbäumen sowie am gleichen Tag mit dem Bürgerfest. Das Faschingstreiben am Kirchplatz fiel vergangenes Jahr aus. Bei der Floriansmesse und dem Kameradschaftsabend im April begrüßte Leidl 57 Feuerwehrleute in Uniform. Viele Feiern gab es für die Waidhofener Wehr im Mai als Patenverein der Feuerwehr Langenmosen zum 150-jährigen Bestehen. Im Juni fand der erste Partygottesdienst in Waidhofen sowie der Fronleichnamsumzug statt. Im Juli nahm die Feuerwehr an der 150-Jahr-Feier in Pobenhausen teil. Das Ferienprogramm im August mit vielen Kindern musste erstmals wegen Starkregen abgebrochen werden. Weitere Höhepunkte im Vereinsjahr waren die Hochzeit der Feuerwehr Vize-Vorsitzenden Julia Kohl und zwei runde Geburtstage. Im November war die Fahnenabordnung beim Volkstrauertag im Einsatz.
Markus Schmid - in seiner Funktion als neuer Kommandant - startete in seine erste Präsentation mit der Zahl der Aktiven, die im vergangenen Jahr bei 112 lag und sich somit innerhalb der vergangenen Jahre verdoppelt hat. Davon befinden sich 46 in der Jugendfeuerwehr. Die Entwicklung der Aktiven geht somit seit Jahren konstant nach oben. Auch die Entwicklung des Ausbildungsstandes baute die Feuerwehr im Vergleich zum Vorjahr in vielen Bereichen weiter aus. So kann die Feuerwehrführung auf 50 Truppführer zurückgreifen. Auch die Altersstruktur der Aktiven erläuterte Schmid detailliert: "Basis mit über 50 Prozent der Aktiven bildet die Altersgruppe der 25-65-Jährigen", gefolgt von den 15-18-Jährigen mit mehr als 40 Prozent. "Trotz einer jungen Mannschaft und wenig Nachwuchssorgen, ist auch die nötige Erfahrung durch die Älteren sehr wichtig", so Schmid und motivierte die Älteren, noch lange dabei zu bleiben.
Geübt wurde fleißig, die Gesamtstunden lagen bei rund 2551 Stunden (Vorjahr 2200). Ein normales Jahr gab es bei der Anzahl der Einsätze. Mit 27 Ernstfällen lag das vergangene Jahr deutlich unter dem Rekordjahr 2024 (43 Einsätze). Bei rund 50 Prozent der insgesamt 27 Einsätze des vergangenen Jahres handelte es sich um technische Hilfeleistungen, rund 18 Prozent waren Brände. Durchschnittlich hatten die Kommandanten 18 (16) Feuerwehrleute pro Einsatz zur Verfügung und besetzten alle Autos ohne Probleme.
Einen besonderen Blick hatte Schmid auf die Übungs- und Einsatzstunden der Aktiven. "Bei insgesamt 3335 Stunden entspricht dies pro Aktiven circa drei Sunden jeden Monat", erklärte Schmid und war sichtlich stolz auf seine Truppe. Dazu kommen die geleisteten Stunden für den Neubau des Feuerwehrhauses. "Insgesamt waren es 1200 Stunden in Eigenleistung, die im neuen Feuerwehrhaus erbracht wurden", so Schmid. Er rechnet für das aktuelle Jahr mit einer ähnlichen Stundenzahl. In Summe kamen die Floriansjünger somit auf 4535 geleistete Stunden.
Eine sehr gut aufgestellte Jugendfeuerwehr präsentierte Jugendwart Sebastian Schmid. Die Jugendfeuerwehr besteht aktuell aus 46 Mitgliedern (33), je zur Hälfte aus Jungs und Mädels. Vier Jugendliche wurden vergangenes Jahr in die aktive Wehr übernommen, zudem gab es drei Austritte, demgegenüber stehen 20 Neuzugänge. Der leichte Rückgang im Vorjahr konnte gestoppt werden, sodass die Nachwuchsarbeit auf einer soliden Basis stehe und die Einsatzabteilung langfristig stärke.
Der Fachbereich Atemschutz besteht laut Christian Haas aktuell aus 28 Atemschutzträgern. Im vergangenen Jahr fanden zehn Übungen mit insgesamt 168 Stunden statt.
Bericht der Schrobenhausener Zeitung vom 21./22. März 2026
